Peru-Hilfe Österreich

 
 

In vielen Gegenden dieser Erde stehen dem größten Teil der Bevölkerung uns oft ganz selbstverständliche Möglichkeiten nicht zur Verfügung. Das haben die meisten von uns wahrscheinlich schon im Zuge von Urlaubsreisen direkt erfahren. Genau so wie jene deutsche Reisegruppe, die 1988 eine Informationsreise zu den Sehenswürdigkeiten der südamerikanischen Republik Peru am pazifischen Ozean unternommen hat. Unter den Reiseteilnehmern befand sich auch Manfred Görgens, dem bei den Ursulinen in Lima die sozialen Gegebenheiten drastisch vor Augen geführt wurden. Die Ursulinen – 1535 von Angela Merici im oberitalienischen Brescia als „Gesellschaft der Heiligen Ursula“ gegründet – fördern nach wie vor in zahlreichen Einrichtungen weltweit die Bildung von Mädchen und Frauen.


Manfred Görgens, vom Erlebten intensiv berührt, beschloss, etwas zu tun und gab dann 1989 ein größere Spende an die Schule San José der Ursulinen in Lima. Mit diesem Geld wurden der Bau von Kaninchen- und Hühnerställen sowie die Aufzucht der Tiere finanziert, um die Ernährung der Schulkinder nachhaltig zu verbessern. Bald darauf sandte er einen Container mit medizinischen Hilfsgütern nach Lima. Dabei bekam er massive Hilfe von Freunden und Firmen aus seiner Wohnumgebung Blankenheim-Uedelhoven in Nordrhein-Westfalen.


So entstand die „Peru-Hilfe“, die seither mehr als 50 große Seecontainer, befüllt mit Medizintechnik, Handwerkerbedarf und Schulartikeln und auch Ärzteteams für schwierige Operationen, nach Peru geschickt hat sowie deutsche Medizinstudenten zum Praktikum im Hospital del Nino vermittelt. Zentrale Drehscheibe für alle Aktivitäten ist vor Ort Melva Delgado Vera, Directora an der Taubstummen-Schule CPAL (Centro peruano para audicion y lenguaje) in Monterrico. Sie beschäftigt sich mit einem der dringendsten Probleme in den armen Ländern der südlichen Halbkugel: der Integration von Kindern und Jugendlichen mit körperlicher Behinderung in die Gesellschaft.


Nun war auch eine Österreicherin, Margarete Falb aus Absdorf im Bezirk Tulln (NÖ), bei ihrem vierwöchigen Besuch in Peru von den verschiedenen Projekte so sehr persönlich beeindruckt, dass sie ebenfalls helfen will. Margarete Falb: „Ich habe mich von der Effizienz der Arbeit in den Projekten selbst überzeugt und engagiere mich jetzt auch in Österreich.“

 

Beim Backen von Picarones (von links): Minita, Grete Falb (Peru-Hilfe Österreich) und Maria in der Küche von Melva Delgado, Schuldiirektorin und Organisatorin der Peru-Hilfe vor Ort in Lima.

KInder im Erdbebengebiet von Ica am Pazifik südlich von Lima.